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Gewichtskraft messen

SchulversuchMechanikKlasse 7Grundlagen

Worum geht es?

und werden im Alltag ständig verwechselt („das wiegt 5 Kilo“). Die Physik trennt sie sauber: Die Masse mm (in Kilogramm) ist eine Eigenschaft des Körpers; die Gewichtskraft FGF_G (in Newton) ist die , mit der die Erde ihn anzieht. Dieses misst Gewichtskräfte mit dem Federkraftmesser und klärt die zentrale Frage: Wie hängen mm und FGF_G zusammen?

Warum macht man dieses Experiment?

Die Beziehung FG=m⋅gF_G = m \cdot g ist eine der meistbenutzten Formeln der gesamten Schulphysik: Sie steckt in jeder Hubarbeit, jedem Schweredruck, jeder Energiebetrachtung. Wer sie hier selbst aus einer Messreihe gewinnt, statt sie vorgesetzt zu bekommen, versteht auch ihre Struktur: Der Ortsfaktor gg ist eine Eigenschaft des Ortes (der Erde), nicht des Körpers, und auf dem Mond wäre er ein anderer.

Die physikalische Idee

Wägestücke bekannter werden nacheinander an den Federkraftmesser gehängt; er zeigt die an. Die Messreihe über mehrere Massen prüft, ob FGF_G zur Masse proportional ist, und der (dann konstante) Quotient FG/mF_G/m ist der gesuchte Umrechnungsfaktor: der Ortsfaktor gg.

Benötigtes Vorwissen

Für dieses Experiment hilft dir dieses Vorwissen. Du kannst es jederzeit nachschlagen — das Experiment bleibt auch so verständlich.

Wissenschaftliche Einordnung

Die Unterscheidung von und Gewicht wurde mit Newtons Gravitationstheorie (1687) begrifflich sauber; praktisch spürbar wurde sie, als Waagen und Kraftmesser verschiedene Dinge anzeigten. Seit den Mondlandungen gibt es das Anschauungsbeispiel frei Haus: gleiche Masse, ein Sechstel .

Versuchsziel

Aktuelles Versuchsziel

Zusammenhang von Masse und Gewichtskraft

Untersuche mit einer Messreihe, wie die von der abhängt, und bestimme aus dem Quotienten den Ortsfaktor gg.

Gesucht

  • — Ortsfaktor (in )

    Der Quotient FG/mF_G/m: Seine Konstanz ist die Proportionalitätsprobe, sein Wert das Messergebnis.

Gemessen

  • — Gewichtskraft (in )

    Je Masse am Kraftmesser abgelesen.

Bekannt

  • — Masse (in )

    In fünf Stufen von 0,1 bis 0,5 kg variiert.

Der Weg von der Messung zum Ergebnis:

Für diese Zielsetzung brauchst du:

  • Definiert den Ortsfaktor als Gewichtskraft pro Kilogramm: die Auswertungsformel der Reihe.Zur Formelsammlung

Versuchsprotokoll

So ist ein physikalisches Versuchsprotokoll aufgebaut. Die Reihenfolge ist immer dieselbe — die Inhalte gehören zu deinem gewählten Versuchsziel.

1Aufgabenstellung

Miss die für die 100, 200, 300, 400 und 500 g. Prüfe die Proportionalität (Quotient und Diagramm) und gib den Ortsfaktor mit sinnvoller Genauigkeit an.

2Vorbetrachtung

Warum sollte FGF_G überhaupt proportional zu mm sein? Anschaulich: Zwei gleiche 100-g-Stücke werden einzeln je gleich stark angezogen; hängt man sie zusammen auf, zieht die Erde an beiden gleichzeitig: doppelte , doppelte . Dieses Additionsargument macht die Proportionalität plausibel; ob die Natur sich daran hält, entscheidet die Messreihe. Prüfwerkzeuge wie beim ohmschen Gesetz: konstanter Quotient und Ursprungsgerade.

3Geräte / Stoffe

Aufbau wie in Zielsetzung A; die Wägestücke lassen sich stapeln (Hakenstücke).

  • Federkraftmesser (5 N)

    Misst über die Dehnung seiner Feder: das Kraftmessgerät der Mechanik.

  • Wägestücke 100 bis 500 g

    Körper bekannter : die unabhängige Größe der Messreihe.

  • Stativ mit Muffe

    Hält den Kraftmesser senkrecht und erschütterungsfrei.

4Skizze des Versuchsaufbaus

Kraftmesser mit gestapelten Wägestücken; daneben das vorbereitete m-F-Diagramm (m in kg nach rechts, F in N nach oben).

Ein Körper, zwei Orte, zwei Messgeräteauf der ErdeBalkenwaage1 kgüberall gleichKraftmesser010 N9,8 Nhängt vom Ort abF(G) = 9,8 Nauf dem MondBalkenwaage1 kgüberall gleichKraftmesser010 N1,6 Nhängt vom Ort abF(G) = 1,6 NDie Masse bleibt, die Gewichtskraft nicht

gegen : Die Balkenwaage vergleicht Massen (und zeigt überall dasselbe), der Federkraftmesser misst die Gewichtskraft (und zeigt auf dem Mond nur ein Sechstel). Genau diese Trennung macht der Versuch messbar.

Aufbau: Federkraftmesser (Messbereich 5 N) am Stativ, Satz Wägestücke (100 bis 500 g mit Haken). Vor der Messung wird der Kraftmesser mit hängendem Haken auf null gestellt.

5Durchführung

Nacheinander 100 bis 500 g anhängen; je Stufe Beruhigung abwarten, ablesen, Punkt sofort ins Diagramm eintragen.

6Beobachtung

Messreihe Masse gegen Gewichtskraft
mm in kg\mathrm{kg}FGF_G in N\mathrm{N}FG/mF_G/m in N/kg\mathrm{N/kg}
0,1000,989,8
0,2001,969,8
0,3002,959,8
0,4003,929,8
0,5004,919,8

Beispieldaten zur Veranschaulichung — keine echten Messwerte.

7Auswertung

Proportionalität bestätigt: Alle fünf Quotienten liegen bei 9,8 N/kg9{,}8\ \mathrm{N/kg}, und die Punkte bilden eine Ursprungsgerade. Damit ist FG∼mF_G \sim m experimentell belegt, und der konstante Quotient bekommt einen Namen und eine Bedeutung:

g=FGm=9,8 Nkgg = \frac{F_G}{m} = 9{,}8\ \frac{\mathrm{N}}{\mathrm{kg}}

Was gg ist und was nicht: Der Ortsfaktor gehört zum Ort, nicht zum Körper: Jedes Kilogramm, egal woraus, wird hier mit 9,8 N9{,}8\ \mathrm{N} angezogen. Auf dem Mond betrüge der Quotient 1,6 N/kg1{,}6\ \mathrm{N/kg}: Die Gerade im Diagramm wäre flacher, die blieben dieselben. Der Literaturwert für Mitteleuropa (9,81 N/kg9{,}81\ \mathrm{N/kg}) liegt innerhalb unserer Ablesegenauigkeit: Die Messung ist konsistent.

8Fazit

und sind proportional; der Ortsfaktor beträgt g=9,8 N/kgg = 9{,}8\ \mathrm{N/kg} (Literaturwert 9,819{,}81). Damit ist FG=m⋅gF_G = m \cdot g als Messergebnis etabliert.

9Fehlerbetrachtung

Die Reihe erbt die Gerätefehler aus Zielsetzung A; zusätzlich zählt die Güte der Wägestücke:

Toleranz der Wägestückeeher systematisch

Ursache

Schul-Wägestücke stimmen nur auf etwa ein Prozent.

Auswirkung

Einzelne Quotienten weichen entsprechend ab, ohne die Proportionalität zu verletzen.

Verbesserung

Wägestücke vorab auf der Digitalwaage kontrollieren.

Ablesegenauigkeit des Kraftmesserseher zufällig

Ursache

Skalenteilung typisch 0,05 N.

Auswirkung

Der Ortsfaktor ist auf etwa ±0,1 N/kg\pm 0{,}1\ \mathrm{N/kg} genau: Mehr Stellen anzugeben wäre Scheingenauigkeit.

Verbesserung

Größte für die genaueste Einzelbestimmung nutzen (relativer Fehler am kleinsten).

Das Wichtigste

Zwei Größen

mm (kg): Eigenschaft des Körpers, überall gleich. FGF_G (N): Anziehungskraft des Himmelskörpers, ortsabhängig.

Der Zusammenhang

FG=m⋅gF_G = m \cdot g mit dem Ortsfaktor g≈9,81 N/kgg \approx 9{,}81\ \mathrm{N/kg} auf der Erde: Ein Kilogramm wiegt hier knapp zehn Newton.

Messreihe als Beweis

Die Proportionalität zeigt sich am konstanten Quotienten und der Ursprungsgeraden im m-F-Diagramm.

Faustregel

Für Überschläge: 1 kg=^10 N1\ \mathrm{kg} \mathrel{\hat{=}} 10\ \mathrm{N}; genau sind es 9,81 N9{,}81\ \mathrm{N}.

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