Zum Inhalt springen
Zurück zur Themenübersicht

Geometrie

Besondere Linien im Dreieck: Umkreis, Inkreis, Schwerpunkt

Mittelsenkrechten, Winkelhalbierende, Seitenhalbierende und Höhen, vier Linien, vier magische Punkte.

Benötigte Grundlagen

Diese Themen kommen in diesem Kapitel vor und wurden vorher schon erklärt. Wenn dir eines davon unsicher vorkommt, frisch es kurz auf, sonst leg direkt los.

Einführung

Balanciere ein aus Pappe auf der Fingerspitze. Es gibt genau einen Punkt, an dem es schwebt: den Schwerpunkt. Und er ist nicht allein: In jedem Dreieck treffen sich gleich vier Linienfamilien in je einem besonderen Punkt. Zwei davon schenken dir perfekte : den Umkreis und den Inkreis.

Das kannst du nach diesem Kapitel

  • die vier Linienarten , , Seitenhalbierende und Höhe unterscheiden und konstruieren.

  • den Umkreis (über die Mittelsenkrechten) und den Inkreis (über die Winkelhalbierenden) konstruieren.

  • den Schwerpunkt als Schnittpunkt der Seitenhalbierenden bestimmen.

  • begründen, warum sich die Mittelsenkrechten in einem Punkt schneiden.

Vier Linienfamilien, vier Schnittpunkte

In jedem treffen sich vier Familien besonderer Linien in je einem Punkt:

Linien (je 3)SchnittpunktBesonderheit
der SeitenUmkreismittelpunkt UU durch alle Ecken
Inkreismittelpunkt IIKreis, der alle Seiten berührt
Seitenhalbierenden (Ecke → Seitenmitte)Schwerpunkt SSBalancierpunkt; teilt 2:12 : 1
Höhen (Ecke ⊥\perp Gegenseite)Höhenschnittpunkt HHwichtig für Flächenberechnung

Der Umkreis, warum er funktioniert

Jeder Punkt der von AB‾\overline{AB} ist gleich weit von AA und BB entfernt (Klasse 6!). Der Schnittpunkt zweier Mittelsenkrechten ist also gleich weit von AA, BB und CC. Deshalb läuft auch die dritte Mittelsenkrechte durch ihn, und ein um UU trifft alle drei Ecken: der Umkreis (siehe Bild).

Lage: Bei stumpfwinkligen liegt UU außerhalb, beim rechtwinkligen genau auf der Hypotenusenmitte (Thales!).

ABCUUmkreis(Mittelsenkrechten)

Die drei treffen sich im Umkreismittelpunkt UU. Weil jeder Punkt einer Mittelsenkrechten gleich weit von zwei Ecken entfernt ist, hat UU zu allen drei Ecken denselben Abstand, der Umkreis läuft durch AA, BB und CC.

Der Inkreis

Jeder Punkt einer hat gleichen Abstand zu ihren beiden Schenkeln (Klasse 6!). Schneiden sich die Winkelhalbierenden von α\alpha und β\beta im Punkt II, dann gilt:

  • weil II auf der Halbierenden von α\alpha liegt: gleicher Abstand zu cc und bb;
  • weil II auf der Halbierenden von β\beta liegt: gleicher Abstand zu cc und aa.

Zusammen hat II also zu allen drei Seiten denselben Abstand. Damit ist II insbesondere von aa und bb gleich weit entfernt, und genau das kennzeichnet die Winkelhalbierende von γ\gamma: Auch die dritte läuft durch II. Der um II mit diesem Abstand als schmiegt sich von innen an alle Seiten: der Inkreis (siehe Bild).

Lage: Der Inkreis liegt immer im , und das aus einem einfachen Grund: Jede Winkelhalbierende verläuft innerhalb ihres , also im Inneren des Dreiecks. Ihr Schnittpunkt kann deshalb gar nicht draußen liegen. Eine ist dagegen nicht an die Ecken gebunden, sondern läuft quer durch die Ebene, deshalb kann UU hinauswandern, II aber nie.

ABCIInkreis(Winkelhalbierenden)

Die drei treffen sich im Inkreismittelpunkt II. Er hat zu allen drei Seiten denselben Abstand, der Inkreis berührt jede Seite von innen und liegt immer im .

Prüfe dich: Warum genügt es beim Konstruieren, zwei Mittelsenkrechten zu zeichnen, und warum läuft die dritte dann von selbst durch denselben Punkt?

Versuch es erst aus dem Kopf.

Alles hängt an einer Eigenschaft aus Klasse 6: Jeder Punkt der von AB‾\overline{AB} ist von AA und BB gleich weit entfernt, und umgekehrt liegt jeder Punkt mit dieser Eigenschaft auf ihr.

Zeichne nun die Mittelsenkrechten von AB‾\overline{AB} und von BC‾\overline{BC} und nenne ihren Schnittpunkt UU:

  • UU liegt auf der ersten, also ist ∣UA∣=∣UB∣|UA| = |UB|;
  • UU liegt auf der zweiten, also ist ∣UB∣=∣UC∣|UB| = |UC|.

Zusammen: ∣UA∣=∣UB∣=∣UC∣|UA| = |UB| = |UC|.

Und jetzt der entscheidende Schritt: Aus ∣UA∣=∣UC∣|UA| = |UC| folgt, dass UU von AA und CC gleich weit entfernt ist. Das ist genau die Bedingung für die Mittelsenkrechte von AC‾\overline{AC}. Sie muss also durch UU laufen. Niemand zwingt sie dazu; sie kann gar nicht anders.

Deshalb ist die dritte Linie beim Konstruieren keine Arbeit, sondern eine Kontrolle: Läuft sie nicht durch UU, hast du dich irgendwo verzeichnet.

Derselbe Gedanke trägt den Inkreis, nur mit Abständen zu Geraden statt zu Punkten: Die von α\alpha und β\beta liefern einen Punkt mit gleichem Abstand zu allen drei Seiten, und damit liegt er zwangsläufig auch auf der dritten.

Schwerpunkt und Höhen

Die Seitenhalbierende verbindet eine Ecke mit der Mitte der Gegenseite. Alle drei treffen sich im Schwerpunkt SS, dem Balancierpunkt. SS teilt jede Seitenhalbierende im Verhältnis 2:12 : 1 (von der Ecke aus gemessen).

Die Höhe steht senkrecht auf einer Seite und läuft durch die Gegenecke. Bei stumpfwinkligen liegen zwei Höhenfußpunkte außerhalb, die Seiten müssen verlängert werden.

Warum sich die Seitenhalbierenden im Balancepunkt treffen

Der Name „Schwerpunkt" ist wörtlich gemeint: Schneidest du das Dreieck aus Pappe aus, balanciert es genau auf diesem Punkt.

So kannst du dir das vorstellen (ein Beweis ist das nicht. Der braucht Werkzeuge aus Klasse 9): Eine Seitenhalbierende zerlegt das Dreieck in zwei Teildreiecke mit gleich großer . Beide haben nämlich gleich lange Grundseiten (die Linie halbiert ja die Gegenseite) und dieselbe Höhe. Gleich viel Pappe links wie rechts: Dass die Kante dann eine Balancelinie ist, ist plausibel.

Vorsicht, hier ist Sorgfalt nötig: „Gleich viel Fläche auf beiden Seiten" bedeutet nicht automatisch „balanciert". Beim Balancieren zählt nicht nur, wie viel Material auf jeder Seite liegt, sondern auch, wie weit weg es von der Kante liegt. Bei einer L-förmigen Pappe kann eine flächenhalbierende Linie deutlich neben der Balancelinie liegen. Beim Dreieck stimmt es, aber weil es hier passt, nicht weil es immer gelten müsste.

Probier es also aus: Schneide ein beliebiges Dreieck aus Pappe aus und balanciere es auf einer Kante entlang jeder Seitenhalbierenden. Es kippt nicht. Und weil derselbe Punkt auf allen drei Linien liegen muss, schneiden sie sich in einem einzigen Punkt.

Warum das Verhältnis 2: 1 gilt

Der Schwerpunkt liegt nicht in der Mitte der Seitenhalbierenden, sondern näher an der Seite. Dass es so ist, kannst du am Balancieren nachvollziehen:

Zur Ecke hin läuft das Dreieck spitz zu. Dort ist wenig Fläche. Zur Gegenseite hin wird es breit, dort sitzt der Großteil des Gewichts. Ein Balancepunkt muss näher am schwereren Teil liegen, also näher an der Gegenseite als an der Ecke.

Wie weit genau, sagt dieses Argument aber nicht. Es begründet nur „näher an der Seite", 3:13 : 1 oder 5:25 : 2 wären damit genauso gut vereinbar. Dass ausgerechnet 2:12 : 1 herauskommt, kannst du in Klasse 7 auf zwei Wegen feststellen:

  • Nachmessen. Zeichne drei ganz verschiedene Dreiecke, konstruiere je eine Seitenhalbierende und miss die beiden Abschnitte. Du erhältst jedes Mal dasselbe Verhältnis 2:12 : 1. Das ist keine Eigenschaft deines Dreiecks, sondern eine Eigenschaft jedes Dreiecks.
  • Später beweisen. Der eigentliche Nachweis läuft über ähnliche Dreiecke und die Strahlensätze. Die lernst du in Klasse 9, dort kannst du das 2:12 : 1 dann wirklich herleiten statt nur nachmessen.

Merke dir den Unterschied: Ein Argument, das „näher dran" erklärt, erklärt noch keine Zahl. Wo eine Begründung nur die Richtung liefert, muss die genaue Größe gemessen oder später bewiesen werden.

Warum Höhen etwas anderes sind als Seitenhalbierende

Diese beiden werden oft verwechselt, obwohl sie ganz verschiedene Aufgaben haben:

  • Die Seitenhalbierende trifft die Mitte der Gegenseite, der ist dabei egal.
  • Die Höhe trifft die Gegenseite im rechten Winkel, wo genau, ist dabei egal.

Nur im gleichschenkligen Dreieck fallen beide zusammen. Und die Höhe brauchst du für die Flächenformel A=12⋅g⋅hA = \frac{1}{2} \cdot g \cdot h. Dort ist der senkrechte Abstand gemeint, nicht irgendeine Verbindungslinie.

ABCSSchwerpunkt(Seitenhalbierenden)

Die drei Seitenhalbierenden (Ecke → Mitte der Gegenseite) schneiden sich im Schwerpunkt SS, dem Balancierpunkt. SS teilt jede Seitenhalbierende im Verhältnis 2:12 : 1 (von der Ecke aus).

ABCHHöhen(Höhenschnittpunkt)

Die drei Höhen (Ecke ⊥\perp Gegenseite) treffen sich im Höhenschnittpunkt HH. Eine Höhe ist der kürzeste Weg von einer Ecke zur gegenüberliegenden Seite, die Grundlage jeder Flächenberechnung.

Umkreis konstruieren

Konstruiere den Umkreis des ABCABC mit c=6 cmc = 6\,\text{cm}, a=5 cma = 5\,\text{cm}, b=4 cmb = 4\,\text{cm}.

  1. 1

    Dreieck nach SSS konstruieren (Grundlinie cc, Kreisbögen mit bb um AA und aa um BB).

  2. 2

    Zwei konstruieren, z. B. von AB‾\overline{AB} und BC‾\overline{BC} (Zirkelbögen von beiden Endpunkten, Schnittpunkte verbinden).

  3. 3

    Schnittpunkt UU markieren. (Kontrolle: Auch die dritte Mittelsenkrechte müsste durch UU laufen.)

  4. 4

    um UU durch eine Ecke ziehen. Er trifft automatisch alle drei Ecken.

Der Umkreis berührt alle drei Ecken; sein ist der Abstand ∣UA∣=∣UB∣=∣UC∣|UA| = |UB| = |UC|.

Schwerpunkt und das 2:1-Verhältnis

Im ist die Seitenhalbierende von CC zur Mitte McM_c von AB‾\overline{AB} genau 9 cm9\,\text{cm} lang. Wo liegt der Schwerpunkt auf dieser Linie?

  1. 1

    Was ist gegeben, was ist gesucht?

    Gegeben: die Länge einer Seitenhalbierenden, CMc‾=9 cm\overline{CM_c} = 9\,\text{cm}. Gesucht: die Lage des Schwerpunkts SS auf dieser Strecke.

    Es geht also nicht um eine Konstruktion, sondern um eine Rechnung, der Schwerpunkt teilt die Strecke nämlich in einem festen Verhältnis.

  2. 2

    Schritt 1: Die Regel richtig lesen.

    Der Schwerpunkt teilt jede Seitenhalbierende im Verhältnis 2:12 : 1, von der Ecke aus gemessen.

    Das bedeutet: Das Stück von der Ecke zum Schwerpunkt ist doppelt so lang wie das Stück vom Schwerpunkt zur Seitenmitte.

    Die Richtungsangabe ist entscheidend. Wer von der Seitenmitte aus misst, vertauscht die beiden Stücke.

  3. 3

    Schritt 2: Die Strecke in gleiche Teile zerlegen.

    2:12 : 1 heißt: Es gibt 2+1=32 + 1 = 3 gleich große Teile.

    9 cm:3=3 cm pro Teil9\,\text{cm} : 3 = 3\,\text{cm} \text{ pro Teil}
  4. 4

    Schritt 3: Die beiden Abschnitte berechnen.

    • Von der Ecke CC bis SS: zwei Teile → 2⋅3 cm=6 cm2 \cdot 3\,\text{cm} = 6\,\text{cm}
    • Von SS bis zur Seitenmitte McM_c: ein Teil → 3 cm3\,\text{cm}
  5. 5

    Schritt 4: Probe.

    Zusammen müssen beide Stücke wieder die ganze Strecke ergeben:

    6 cm+3 cm=9 cm  ✓6\,\text{cm} + 3\,\text{cm} = 9\,\text{cm} \; ✓

    Und das Verhältnis stimmt: 6:3=2:16 : 3 = 2 : 1 ✓

  6. 6

    Schritt 5: Plausibilität, warum liegt SS näher an der Seite?

    Der Schwerpunkt ist der Punkt, an dem sich ein ausgeschnittenes Dreieck auf einem Finger balancieren lässt.

    Zur Seite AB‾\overline{AB} hin liegt mehr als zur Spitze CC hin, deshalb muss der Balancepunkt näher an der Seite liegen. Genau das sagt das Ergebnis: 3 cm3\,\text{cm} zur Seite, aber 6 cm6\,\text{cm} zur Ecke.

Der Schwerpunkt liegt 6 cm6\,\text{cm} von der Ecke CC und 3 cm3\,\text{cm} von der Seitenmitte McM_c entfernt.

Typischer Fehler

„Für den Inkreis konstruiere ich die … oder waren es beim Umkreis die ?"

Merke es über die Abstandseigenschaften: Der Umkreis geht durch die Ecken (Punkte!), gleiche Abstände zu Punkten liefern die Mittelsenkrechten. Der Inkreis berührt die Seiten, gleiche Abstände zu Geraden liefern die Winkelhalbierenden. Eselsbrücke: MU–WI (Mittelsenkrechte→Umkreis, Winkelhalbierende→Inkreis).

Übung 1

leicht

Welche Linien schneiden sich im a) Umkreismittelpunkt, b) Inkreismittelpunkt, c) Schwerpunkt?

Tipp anzeigen

MU–WI, und der Schwerpunkt balanciert.

Lösung anzeigen

a) die drei b) die drei c) die drei Seitenhalbierenden

Detaillierte Schritterklärung anzeigen

Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    Die Merkpaare über die Eigenschaften

    Jeder besondere Punkt gehört zu der Linienart, deren Eigenschaft er braucht: Umkreis braucht gleiche Abstände zu den ECKEN, Inkreis zu den SEITEN, Schwerpunkt teilt die aus.

  2. 2

    a) bis c) zuordnen

    a) Umkreismittelpunkt: die drei Mittelsenkrechten. b) Inkreismittelpunkt: die drei Winkelhalbierenden. c) Schwerpunkt: die drei Seitenhalbierenden.

  3. 3

    Selbstkontrolle über die Kreise

    Merkprobe: Der UMkreis läuft außen UM das durch alle Ecken; der INkreis liegt innen und berührt alle Seiten. Ecken ↔ Mittelsenkrechte, Seiten ↔ Winkelhalbierende.

Übung 2

mittel

Drei Orte bilden ein . a) Ein Sendemast soll von allen drei Orten gleich weit entfernt sein, wie findest du den Standort? b) Ein Brunnen soll von allen drei Verbindungsstraßen gleich weit entfernt sein, und jetzt?

Tipp anzeigen

Punkte oder Seiten. Das ist hier die Frage!

Lösung anzeigen

a) Gleiche Abstände zu drei Punkten → Schnittpunkt der (Umkreismittelpunkt).

b) Gleiche Abstände zu drei Geraden → Schnittpunkt der (Inkreismittelpunkt).

Detaillierte Schritterklärung anzeigen

Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    a) Gleiche Abstände zu drei PUNKTEN

    Die Orte sind Punkte. Gleicher Abstand zu allen dreien = Schnittpunkt der Mittelsenkrechten, der Umkreismittelpunkt. Zwei Mittelsenkrechten konstruieren genügt.

  2. 2

    b) Gleiche Abstände zu drei GERADEN

    Die Straßen sind Geraden. Gleicher (senkrechter) Abstand zu allen dreien = Schnittpunkt der Winkelhalbierenden, der Inkreismittelpunkt.

  3. 3

    Die Entscheidungsregel formulieren

    Die Aufgaben unterscheiden sich in EINEM Wort: Abstand zu Orten (Punkten) oder zu Straßen (Geraden). Punkte → Mittelsenkrechte, Geraden → Winkelhalbierende.

Übung 3

schwer

Wo liegt der Umkreismittelpunkt eines rechtwinkligen ? Begründe mit einem Satz aus Klasse 6, und gib den Umkreisradius eines rechtwinkligen Dreiecks mit Hypotenuse c=10 cmc = 10\,\text{cm} an.

Tipp anzeigen

Denke an den , rückwärts!

Lösung anzeigen

Nach der Umkehrung des Satzes von Thales liegt die rechtwinklige Ecke auf dem Thaleskreis über der Hypotenuse, der Umkreis ist dieser Thaleskreis.

Sein Mittelpunkt ist die Mitte der Hypotenuse, der die halbe Hypotenuse: r=5 cmr = 5\,\text{cm}.

Detaillierte Schritterklärung anzeigen

Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    Thales rückwärts anwenden

    Die Umkehrung des Satzes von Thales: Liegt bei CC ein rechter , dann liegt CC auf dem über der Hypotenuse AB‾\overline{AB} als .

  2. 2

    Den Mittelpunkt benennen

    Der Thaleskreis hat seinen Mittelpunkt in der MITTE der Hypotenuse, also liegt der Umkreismittelpunkt eines rechtwinkligen Dreiecks genau auf der Hypotenusenmitte.

  3. 3

    Radius für c = 10 cm angeben

    Der Radius ist die halbe Hypotenuse: r=c2=102=5r = \frac{c}{2} = \frac{10}{2} = 5 cm.

    r=c2=5 cmr = \frac{c}{2} = 5\,\text{cm}

Zusammenfassung

Vier Linienfamilien, vier Treffpunkte: → Umkreis (durch die Ecken), → Inkreis (berührt die Seiten), Seitenhalbierende → Schwerpunkt (2:1-Teilung), Höhen → Höhenschnittpunkt. Bei Umkreis und Inkreis ist der Beweis eingebaut: Die Abstandseigenschaften aus Klasse 6 erklären, warum die dritte Linie zwangsläufig durch den Schnittpunkt der ersten beiden läuft. Beim Schwerpunkt liefert das Balance-Argument dagegen nur die Anschauung, dass es ausgerechnet 2:12 : 1 ist, wird in Klasse 7 nachgemessen und erst in Klasse 9 bewiesen.