Mechanik
Der Druck: dieselbe Kraft, andere Wirkung
Warum eine Reißzwecke eindringt und ein Fingerdruck nicht, und wie das Teilchenmodell den Druck in Gasen erklärt.
Benötigte Grundlagen
Dieses Vorwissen brauchst du für das Kapitel. Schau kurz nach, wenn dir etwas davon nicht mehr präsent ist, sonst leg direkt los.
Einführung
Drück mit dem Daumen auf ein Brett: nichts passiert. Leg eine Reißzwecke dazwischen und drück mit derselben : Sie verschwindet im Holz.
Die Kraft ist unverändert, das Ergebnis völlig anders. Also kann die Kraft allein nicht erklären, was passiert. Es fehlt eine zweite Größe, und die steckt in der Spitze der Zwecke. Aus dieser Beobachtung entsteht der Druck, eine Größe, die vom Schuhdesign über den Reifendruck bis zum Tauchen alles bestimmt.
Das kannst du nach diesem Kapitel
Druckkraft und Druck sauber unterscheiden.
den Druck mit berechnen und die Einheit Pascal deuten.
erklären, warum dieselbe je nach Fläche ganz verschiedene Wirkungen hat.
den Druck in Gasen mit dem erklären.
den Luftdruck beschreiben und seine Größenordnung angeben.
Alltagserscheinungen (Reißzwecke, Schneeschuh, Messer, Reifen) mit dem Druckbegriff erklären.
Was der Versuch zeigt
Man stellt einen Quader mit unterschiedlich großen Seitenflächen auf feuchten Sand und beobachtet, wie tief er einsinkt. Der Quader bleibt derselbe, seine also auch. Verändert wird nur, welche Seite unten liegt:
| Auflagefläche | Gewichtskraft | Eindringtiefe |
|---|---|---|
| gering | ||
| doppelt so tief | ||
| fünffach tief |
Die Wirkung hängt also nicht von der allein ab, sondern davon, auf wie viel Fläche sie verteilt ist. Genau dieses Verhältnis bekommt einen Namen.
Zweimal dieselbe von 60 N, zweimal eine andere Auflagefläche. Links verteilt sie sich auf 30 cm², rechts auf 3 cm², und die Eindringtiefe unterscheidet sich entsprechend. Nicht die Kraft entscheidet über die Wirkung, sondern die Kraft je Fläche.
Die Größe Druck
Dabei ist die Druckkraft (die senkrecht auf die Fläche wirkende ) und die Fläche, auf die sie verteilt ist.
Die Einheit heißt Pascal:
Ein Pascal ist sehr wenig: ein Newton, verteilt auf einen ganzen Quadratmeter. Deshalb rechnet man meist in Hektopascal (), Kilopascal () oder bar ().
🔴 Druckkraft und Druck sind zwei verschiedene Größen. Die Druckkraft wird in Newton gemessen und ist eine gerichtete Größe. Der Druck wird in Pascal gemessen und hat keine Richtung. Der Satz „auf den Boden wirkt ein Druck von " ist deshalb falsch, egal wie oft man ihn hört.
Warum die Reißzwecke wirkt
Jetzt lässt sich die Eingangsfrage beantworten. Nehmen wir eine Daumenkraft von :
Ohne Zwecke. Die Daumenkuppe hat etwa :
Mit Zwecke. Die Spitze hat etwa :
Der Druck ist zwanzigtausendmal größer, obwohl die dieselbe ist. Kein Holz hält das aus.
Dasselbe Prinzip in beide Richtungen:
| Druck vergrößern (kleine Fläche) | Druck verkleinern (große Fläche) |
|---|---|
| Messer, Nadel, Nagel | Schneeschuhe, Skier |
| Reißzwecke, Krallen, Zähne | Raupenketten am Bagger |
| Eislaufkufen | breite Reifen im Sand |
| Skistock-Spitze | Fundament eines Hauses |
Druck in Flüssigkeiten und Gasen
Bei festen Körpern wirkt der Druck nur nach unten auf die Auflagefläche. In Flüssigkeiten und Gasen ist das anders: Dort wirkt der Druck nach allen Seiten gleich.
Das kann man sehen: Eine Kugel mit Löchern in alle Richtungen, gefüllt mit Wasser und zusammengedrückt, spritzt aus allen Löchern gleich stark, auch aus denen nach oben.
Erklärung mit dem : In einem Gas fliegen die Teilchen ungeordnet in alle Richtungen und prallen dabei ständig auf die Gefäßwände. Jeder Stoß übt eine winzige aus. Weil unvorstellbar viele Stöße pro Sekunde stattfinden, entsteht daraus eine gleichmäßige, ständig wirkende Kraft auf jede Wandfläche. Sie ist der Gasdruck.
Aus diesem Bild lassen sich zwei Voraussagen ableiten, die man prüfen kann:
- Mehr Teilchen im selben Raum bedeutet mehr Stöße, also höheren Druck. Deshalb steigt der Reifendruck beim Aufpumpen.
- Höhere bedeutet schnellere Teilchen und damit heftigere Stöße, also ebenfalls höheren Druck. Deshalb steigt der Reifendruck nach schneller Autobahnfahrt, und deshalb darf eine Spraydose nicht in die Sonne.
Beide Voraussagen bestätigt der Versuch. Das ist der eigentliche Wert eines Modells: Es erklärt nicht nur Bekanntes, es sagt Neues voraus.
Der Luftdruck
Über uns steht eine rund hohe Luftsäule, und ihre drückt auf alles. Auf Meereshöhe beträgt der Luftdruck im Mittel
Das ist erstaunlich viel: Auf jeden Quadratzentimeter drücken etwa , auf eine Handfläche also ungefähr . Warum spürt man das nicht? Weil der Druck von allen Seiten gleich wirkt und weil im Körperinneren derselbe Druck herrscht. Erst ein Unterschied wird spürbar.
Genau das zeigt der berühmte Versuch mit den Magdeburger Halbkugeln (Otto von Guericke, 1657): Zwei zusammengelegte Halbkugeln, aus denen die Luft gepumpt wurde, konnten von sechzehn Pferden nicht getrennt werden. Nicht die Kugeln hielten zusammen, sondern der Luftdruck von außen drückte sie zusammen, weil innen kein Gegendruck mehr war.
Mit der Höhe nimmt der Luftdruck ab, weil weniger Luft darüber steht: auf nur noch die Hälfte. Deshalb sind Flugzeugkabinen unter Druck, und deshalb ploppen die Ohren beim Start.
Druck berechnen und vergleichen
Ein Mensch () steht
a) auf beiden Füßen (Gesamtauflagefläche ),
b) auf Schneeschuhen (Gesamtfläche ),
c) auf dem Absatz eines Stöckelschuhs ().
Berechne jeweils den Druck () und vergleiche.
- 1
Die Druckkraft ist in allen drei Fällen dieselbe, nämlich die :
Nur die Fläche ändert sich, und genau darum geht es.
- 2
Flächen in Quadratmeter umrechnen. Die Einheit Pascal verlangt , und der Umrechnungsfaktor ist (Quadrat-Falle):
- 3
a) Beide Füße:
- 4
b) Schneeschuhe:
Zehnfache Fläche bedeutet ein Zehntel des Drucks. Genau deshalb sinkt man mit Schneeschuhen nicht ein.
- 5
c) Absatz:
Das ist das 350-fache von Fall a). Zum Vergleich: Ein Autoreifen hat etwa . Deshalb hinterlassen Stöckelschuhe Dellen in Parkett, und deshalb sind sie in manchen Museen verboten.
a) b) c) . Dieselbe Person, dieselbe Gewichtskraft, ein Druckunterschied vom Faktor zwischen b) und c). Die Fläche entscheidet.
Reifendruck mit dem Teilchenmodell erklären
Ein Autoreifen hat morgens bei einen Druck von . Nach schneller Autobahnfahrt zeigt das Messgerät . Erkläre mit dem und beurteile, ob man jetzt Luft ablassen sollte.
- 1
Woher der Gasdruck kommt. Im Reifen fliegen unzählige Luftteilchen ungeordnet umher und prallen ständig auf die Innenwand. Jeder Stoß gibt einen winzigen Kraftstoß ab; die Summe aller Stöße pro Fläche ist der Druck.
- 2
Was sich beim Fahren ändert. Durch Walkarbeit und erwärmt sich der Reifen. Höhere bedeutet im Teilchenmodell schnellere Teilchen.
- 3
Warum der Druck dadurch steigt. Schnellere Teilchen bewirken zweierlei: Jeder einzelne Stoß ist heftiger, und es gibt pro Sekunde mehr Stöße, weil die Teilchen die Wand öfter erreichen. Beides erhöht die mittlere je Fläche, also den Druck.
Die Anzahl der Teilchen hat sich dabei nicht geändert, es ist ja nichts entwichen.
- 4
Beurteilung: Luft ablassen wäre ein Fehler. Nach dem Abkühlen sinkt der Druck wieder auf den Ausgangswert. Hätte man im warmen Zustand auf abgelassen, wäre der Reifen kalt deutlich zu weich.
Deshalb steht in jeder Betriebsanleitung, dass der Reifendruck im kalten Zustand geprüft werden soll.
- 5
Zur Größenordnung: Rund Anstieg bei etwa Erwärmung sind normal und unbedenklich. Ein zu weicher Reifen ist dagegen gefährlich, weil er stärker walkt, noch heißer wird und im Extremfall platzt.
Der Druckanstieg entsteht durch die Erwärmung: schnellere Teilchen, heftigere und häufigere Stöße. Man sollte keine Luft ablassen, sondern den Druck im kalten Zustand prüfen.
Typischer Fehler
„Der Junge übt einen Druck von auf den Boden aus."
Hier stehen zwei Größen durcheinander. ist eine , kein Druck. Der Druck wird in Pascal gemessen und ergibt sich erst, wenn man die Fläche kennt.
Richtig wäre: „Der Junge übt eine Druckkraft von aus" oder, mit einer Auflagefläche von : „Er erzeugt einen Druck von ."
Warum der Unterschied praktisch wichtig ist: Derselbe Junge erzeugt auf Skiern einen zehnmal kleineren Druck und auf einem einzelnen Nagel einen zehntausendmal größeren. Die Kraft sagt über die Wirkung deshalb nichts aus, solange die Fläche unbekannt ist. Genau das war die Beobachtung, die den Druckbegriff überhaupt nötig gemacht hat.
Kontrolle über die Einheit: Steht am Ende einer Druckrechnung Newton statt Pascal, wurde nicht durch die Fläche geteilt.
Übung 1
leichtEin Buch mit der liegt auf einem Tisch. Seine Auflagefläche beträgt .
a) Berechne den Druck auf die Tischplatte.
b) Wie groß ist der Druck, wenn man das Buch hochkant auf eine Fläche von stellt?
Tipp anzeigen
Zuerst in umrechnen: .
Lösung anzeigen
a)
b)
Zehnmal kleinere Fläche bedeutet zehnmal größeren Druck. Die hat sich dabei nicht geändert.
Detaillierte Schritterklärung anzeigen
Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.
✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.
- 1
Gegeben und Gesucht, was sich ändert und was nicht
Gegeben: Gewichtskraft, Auflagefläche beziehungsweise . Gesucht ist jeweils der Druck . Wichtig: Die Kraft ändert sich nicht, nur die Fläche.
- 2
Flächen in Quadratmeter bringen
Die Einheit Pascal ist als festgelegt. Die Flächen müssen deshalb in Quadratmetern vorliegen: und .
Zwischenergebnis
,
- 3
Druck ist Kraft je Fläche
Der Druck beantwortet die Frage, wie stark eine Kraft auf jedes einzelne Stück der Auflagefläche wirkt. Man teilt deshalb die Kraft durch die Fläche: .
- 4
a) und b) Beide Drücke berechnen
Kraft durch Fläche, mit den umgerechneten Werten. Die Einheiten liefern von selbst , also Pascal.
;
Zwischenergebnis
,
- 5
Ergebnisse deuten: zehnmal kleinere Fläche, zehnmal größerer Druck
Die Fläche wurde auf ein Zehntel verkleinert, der Druck ist auf das Zehnfache gestiegen, bei völlig unveränderter Kraft. Genau das ist die Aussage der Formel.
Übung 2
mittelEin Traktor () soll über einen weichen Acker fahren. Der Boden hält höchstens aus, ohne dass die Räder einsinken. ()
a) Wie groß ist die des Traktors?
b) Wie groß muss die gesamte Auflagefläche der Reifen mindestens sein?
c) Warum haben Traktoren so breite Reifen, obwohl schmale Reifen weniger Rollwiderstand hätten?
Tipp anzeigen
b) Stelle nach um.
Lösung anzeigen
a)
b)
Bei vier Rädern also mindestens je Rad, das entspricht etwa Breite bei Aufstandslänge.
c) Weil ein Traktor auf weichem Untergrund arbeiten muss. Schmale Reifen erzeugen bei gleicher Gewichtskraft einen viel größeren Druck, sinken ein und graben sich fest. Der geringere Rollwiderstand nützt nichts, wenn das Fahrzeug steckenbleibt.
Zusätzlich schützt der niedrige Druck den Boden: Zu hoher Druck verdichtet die Erde dauerhaft, und verdichteter Boden trägt weniger Ernte. Deshalb fahren moderne Traktoren mit besonders niedrigem Reifendruck und teilweise auf Raupenketten.
Detaillierte Schritterklärung anzeigen
Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.
✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.
- 1
Gegeben und Gesucht beim Traktor
Gegeben: , und der höchstzulässige Druck . Gesucht: a) die Gewichtskraft, b) die mindestens nötige Auflagefläche, c) eine Begründung für breite Reifen.
- 2
Tonne in Kilogramm, Kilopascal in Pascal
Der Ortsfaktor rechnet je Kilogramm, deshalb . Und das Kilo im Kilopascal steht wie überall für : .
;
Zwischenergebnis
,
- 3
a) Die Gewichtskraft und der Zusammenhang zwischen Druck, Kraft und Fläche
Zuerst wird aus der Masse die : . Diese Kraft drückt den Traktor auf den Boden, und für die Druckwirkung gilt wieder .
- 4
a) Gewichtskraft des Traktors
Masse mal Ortsfaktor; die Kilogramm kürzen sich heraus und es bleibt Newton.
Zwischenergebnis
- 5
b) Die Druckformel nach der Fläche umstellen
Gesucht ist jetzt , gegeben sind und . In steht im Nenner; man multipliziert beide Seiten mit und teilt dann durch : .
- 6
b) Die mindestens nötige Reifenfläche
Kraft durch zulässigen Druck; das Ergebnis ist die gesamte Aufstandsfläche aller Reifen zusammen.
Zwischenergebnis
insgesamt, also je Rad.
- 7
c) Ergebnis deuten: warum breite Reifen trotz Rollwiderstand
Schmale Reifen erzeugen bei gleicher Gewichtskraft viel größeren Druck, sinken ein und graben sich fest. Der geringere Rollwiderstand nützt nichts, wenn das Fahrzeug steckenbleibt.
Übung 3
schwera) Berechne, welche der Luftdruck () auf ein Fenster von ausübt.
b) Warum zerbricht das Fenster trotzdem nicht?
c) Erkläre den Versuch mit den Magdeburger Halbkugeln.
d) Eine verschlossene Plastikflasche wird auf einem hohen Berg zugeschraubt und ins Tal gebracht. Was passiert und warum?
Tipp anzeigen
b) Wo wirkt der Luftdruck überall?
Lösung anzeigen
a) und :
Das entspricht der von etwa 18 Tonnen.
b) Weil der Luftdruck von beiden Seiten gleich groß wirkt. Von innen drückt dieselbe Kraft nach außen, die Kräfte gleichen sich aus, es liegt Kräftegleichgewicht vor. Ein Fenster zerbricht nur, wenn ein Druckunterschied entsteht, etwa bei einer Explosion oder einem Sturm.
c) Otto von Guericke legte zwei Halbkugeln aufeinander und pumpte die Luft heraus. Innen war danach kaum noch Gegendruck, außen drückte weiter der volle Luftdruck. Bei einem Kugeldurchmesser von etwa wirkt auf die Querschnittsfläche von rund eine Kraft von
Sechzehn Pferde konnten sie deshalb nicht trennen. Nicht die Kugeln hielten zusammen, sondern die Luft drückte sie zusammen. Der Versuch bewies damals zweierlei: dass Luft ein Gewicht hat und dass ein Vakuum herstellbar ist.
d) Auf Höhe herrschen nur etwa . Diese dünne Luft wird eingeschlossen. Im Tal drückt von außen wieder der volle Luftdruck von rund , innen aber nur .
Es entsteht ein Druckunterschied von etwa , der die Flasche von außen zusammendrückt: Sie wird sichtbar eingedellt. Auf eine Flaschenwand von wirkt dabei eine resultierende Kraft von .
Umgekehrt bläht sich eine im Tal verschlossene Flasche auf dem Berg auf. Denselben Effekt bemerkt man an verpackten Chipstüten im Gebirge.
Detaillierte Schritterklärung anzeigen
Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.
✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.
- 1
Gegeben und Gesucht am Fenster
Gegeben: Luftdruck und ein Fenster von . Gesucht: a) die Kraft des Luftdrucks, b) bis d) vier Erklärungen zum Druckunterschied.
- 2
a) Hektopascal in Pascal und die Fläche bestimmen
. Die Fensterfläche ergibt sich aus den beiden Seitenlängen.
;
Zwischenergebnis
,
- 3
a) Die Druckformel nach der Kraft umgestellt
Aus folgt durch Multiplizieren mit der Fläche : Je größer die Fläche, desto größer die Kraft, die derselbe Druck erzeugt.
- 4
a) Die Kraft auf die Fensterscheibe
Druck mal Fläche; die Quadratmeter kürzen sich gegen die im Pascal steckenden weg, es bleibt Newton.
Zwischenergebnis
, entspricht rund Tonnen
- 5
b) und c) Warum das Fenster hält und die Halbkugeln nicht
b) Der Luftdruck wirkt von beiden Seiten gleich stark; von innen drückt dieselbe Kraft nach außen, es herrscht Kräftegleichgewicht. Ein Fenster zerbricht nur bei einem Druckunterschied. c) Genau den erzeugte Otto von Guericke, indem er die Luft aus den Halbkugeln pumpte.
- 6
d) Ergebnis deuten: die Flasche vom Berg
Auf herrschen nur etwa , und diese dünne Luft wird eingeschlossen. Im Tal drückt außen wieder der volle Druck von rund . Es entsteht ein Unterschied von , der die Flasche eindellt.
Zusammenfassung
Dieselbe wirkt völlig verschieden, je nachdem auf wie viel Fläche sie verteilt ist. Diese Beobachtung führt zur Größe Druck, , gemessen in Pascal. Eine kleine Fläche erzeugt großen Druck, weshalb Nadeln spitz sind; eine große Fläche verringert ihn, weshalb Schneeschuhe breit sind. Druckkraft in Newton und Druck in Pascal sind dabei streng zu trennen. In Flüssigkeiten und Gasen wirkt der Druck nach allen Seiten gleich, und das erklärt auch warum: Er entsteht aus unzähligen Stößen der Teilchen auf die Wand. Daraus folgt unmittelbar, dass mehr Teilchen oder eine höhere den Druck erhöhen. Der Luftdruck von rund einem Bar ist enorm, wird aber nur dann spürbar, wenn ein Druckunterschied entsteht.


